528-Tetra

Einleitungsseite

Deutschland
Goodeiden allgemein
Tapatia occidentalis

Allodontichthys
      hubbsi
      polylepis
     tamazulae
      zonistius
Alloophorus
      robustus
Allotoca
      Aquiles Serdan
      catarinae
      diazi
      dugesii
      goslinei
      maculata
      meeki
      regalis
      zacapuensis
Ameca
      splendens
Ataeniobius
     toweri
Chapalichthys
      encaustus
      pardalis
      peraticus
      La Mintzita
Characodon
      audax
      Los Berros
      Abraham Gonzales
      Amado Nervo
      Los Pinos
      Guadalupe-Aguilera
      27-de-Noviembre
      garmani
     lateralis
     Ojo de Agua de S.J.
     Nombre de Dios 
Girardinichthys
      ireneae
      multiradiatus
      turneri
      viviparus
Goodea
      atripinnis
Ilyodon
      amecae
      furcidens
      spec. comala
      cortesae
     whitei-lennoni
     xantusi
Skiffia
      bilineata
      francesae
      lermae
      multipunctata
      spec. Zacapu
Xenoophorus
      captivus
      spec. Illescas
Xenotaenia
      resolanae
Xenotoca
      eiseni
      melanosoma
      spec. San Marcos
      variata
Zoogoneticus
      purhepechus
      quitzeoensis
      tequila

Aqualog
links
Reisebericht 1 UWE DOST
Reisebericht 2 UWE DOST
(UWE DOST)
Universitaet Morelia
Wasserwerte

Guenter Ellenberg

© Alle Rechte vorbehalten.
 2000 - 2011
Guenter Ellenberg

 

Allotoca dugesii

BEAN, 1888

Allotoca dugesii BEAN, 1888
Fundulus dugesii BEAN, 1888
Adinia dugesii JORDAN & EVERMANN, 1896
Zoogoneticus dugesii MEEK, 1902
Zoogoneticus dugesii MEEK, 1904
Allotoca dugesii TURNER, 1937
Allotoca vivipara DE BUEN, 1940
Allotoca dugesii SMITH & MILLER, 1980

Deutsche Bezeichnung:
Stahlblauer Kärpfling

Familie:
Goodeidae JORDAN, 1923

Unterfamilie:
Goodeinae JORDAN, 1923

Erstbeschreibung:
BEAN, T. H. (1887): Descriptions of five new species of fishes sent by Prof. A. Dugés from the Provice of Guanajuato, Mexico. Proc. U.S. Nat. Mus. 10: pp. 370-375.

Herkunft des Artnamens:
dugesii = nach dem Sammler Herrn DUGÉS, USA.

Typusfundort:
Nicht bekannt. (Guanajuato?), Mexiko.

Meristische Angaben:
Dorsale = 14-17 Flossenstrahlen; Anale = 11-12 (selten 13) Flossenstrahlen;

Es handelt sich um einen Goodeiden mit gedrungenem Körper, einem kleinen, zugespitzen Kopf und einer weit zurückliegenden Rückenflosse. Die Männchen werden ca. 6 cm, die Weibchen bis zu 7 cm lang. Die obere Körperhälfte ist olivbraun, die untere silbrig glänzend. Vom Auge bis zum in die Schwanzwurzel besitzen die Männchen einen dunklen Mittelstreifen. Bei Weibchen ist dieser Mittelstreifen stellenweise unterbrochen. Auch zeigen sie breite dunkle Senkrechtstreifen entlang der Seite, gefolgt von leuchtend blauen Tönen. Männchen zeigen meist nur einen grünlichen Schimmer.

Die Haltung von Allotoca dugesii ist nicht einfach. Es bereitet Schwierigkeiten, die Tiere über mehrere Generationen hinweg am Leben zu erhalten.

Das harte Wasser sollte einen ph-Wert um 7 aufweisen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 18 °C und 24 °C liegen. Schwankungen in der Tages- und Nachttemperatur erweisen sich - wie bei anderen Goodeiden auch - als vorteilhaft. Die Haltung sollte in Becken nicht unter 100 Liter Inhalt erfolgen, da sonst die Männchen untereinander eine hohe Aggressivität zeigen und diese Tiere zudem auch recht schwimmfreudig sind.

Es sollten daher auf jeden Fall genügend Versteckmöglichkeiten in Form von dichten Pflanzenbeständen, Steinaufbauten und Wurzelholz vorhanden sein. In der Natur hält sich dieser Goodeide hauptsächlich im verkrauteten und verschlammten Uferbereich flacher Teichregionen auf.

In der Ernährung ist die Art anspruchslos, d.h. Flocken-, Frost- und Lebendfutter aller Art wird angenommen, wobei ein pflanzlicher Anteil nicht fehlen sollte. Daher sollte überbrühter Blattspinat als Ergänzungsfutter gereicht werden. Ebenso sollten Algen im Aquarium vorhanden sein, die ein zusätzliches Futter darstellen.

Die Zucht scheint nicht ganz so einfach zu sein wie bei anderen Gattungen der Goodeiden. Pro Wurf werden bis zu 30 Jungtiere abgesetzt, deren Größe nur ca. 5 mm beträgt. Da die Alttiere den Jungen nachstellen, sollte das Weibchen zum Werfen in ein isoliertes Becken mit vielen Pflanzen umgesetzt werden.

Allotoca dugesii kommt im natürlichen Biotop in Gesellschaft mit Allotoca diazi vor. Eine Kreuzung zwischen diesen beiden Arten konnte bis heute noch nicht festgestellt werden. Es sind genetische Barrieren und ein unterschiedliches Balzverhalten, das eine natürliche Kreuzung unmöglich macht. Beide Arten bewohnen die gleichen Lebensräume in ihren Biotopen.

Sowohl Allotoca dugesii als auch Allotoca diazi kommen an den Fundplätzen, die untersucht wurden, in beschränkter Populationsdichte vor. Von einem zahlreichen Vorkommen kann also auf keinen Fall gesprochen werden.

Da Allotoca dugesii eine ziemlich gleichmäßige Körperzeichnung besitzt, kann diese Art im Aussehen variabler sein. Innerhalb kurzer Zeit kann die Körperzeichunung (oder das Fehlen eines Teiles davon) variieren.

Auffallend ist, dass Allotoca dugesii (genau wie Allotoca diazi) in den untersuchten natürlichen Biotopen regelmäßig mit anhaftenden Hauttierchen infiziert ist. Diese Parasiten haben die Neigung, sich in den Rücken- und Afterflossen festzusetzen.

Allotoca dugesii
(Text von JAN DE MOREE, Niederlande)

Dieses ist eine auffallend schöne Art von 6–8 cm Länge (und mehr) und wird häufiger innerhalb von Poecilia Nederland gehalten.

Wir haben sie zum Beispiel bei Colonia Guadalupe und Rancho El Molino angetroffen. Die Grundfärbung reicht von dunkel- bis hell-grau mit mindestens 7 vertikalen, breiten, auffallend blauen Streifen, die sehr schön aufleuchten können.

Der Stamm von Colonia Guadalupe hat dunklere blaue Bänder. Die Männchen sind völlig anders gefärbt; grün-gelb, manchmal rötlich, mit gesäumten Flossen. Die Art bekommt zwar Nachwuchs im Aquarium; aber die Aufzucht ist mühsam.

Ein schöner, robuster Fisch, der eine Vorliebe für lebendes Futter hat.

Allotoca dugesii Viele Fragen - keine Antwort
(Text von MICHAEL KÖCK, Österreich)

Mag sein, dass ich einen etwas romantischen Zugang zur Fischhaltung habe, aber ich glaube, dass neben einer abwechslungsreichen Ernährung auch die Inneneinrichtung des Aquariums einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Tiere hat.
So versuche ich, für jede Fischart (die Fische werden bei mir grundsätzlich im Artbecken gepflegt) so gut es geht, einen Lebensraum nachzubilden, den ich für naturnah halte. Für mich muss jedes Becken wie eine Momentaufnahme aus dem natürlichen Lebensraum der eingesetzten Arten wirken. Ich hoffe und erwarte dann auch, dass die Tiere sich wirklich wohl fühlen und sich durch reichlich Nachwuchs bedanken. Bisher hat es auch geklappt, nur bei Allotoca dugesii nicht.

Im Dezember 2001 setzte ich 11 halbwüchsige Allotoca dugesii, die ich im Juli zuvor in ausgezeichnetem Zustand von H. STEFAN erworben hatte, in ihr eigenes, neues Aquarium. Eigenes Aquarium deshalb, weil die Fische bisher zusammen mit Skiffia bilineata gepflegt wurden. Das Becken hatte eine Grundfläche von 90x40 cm mit 25 cm Wasserstand. Der vordere Bereich war mit einer niedrigen Echinodorus-Art bewachsen, die hintere Hälfte war durch einen freitreibenden Najas-Teppich ausgefüllt.

Kaum waren die Allotoca´s im Aquarium, verschwanden sie im Najas-Teppich. Das entsprach dem Verhalten einer - nach G. ELLENBERG - im verkrauteten und verschlammten Uferbereich lebenden Fischart. Also fand ich das Verhalten in Ordnung.
Drei Tage später war ein Männchen tot. Ich dachte an ein Einzelschicksal und haben dem Vorkommnis keine große Bedeutung beigemessen. Eine Woche später war wieder ein Männchen tot. Ich erinnerte mich: Allotoca-Männchen sind innerartlich sehr aggressiv. Vermutlich war das tote Tier ein Opfer von Auseinandersetzungen geworden. Eine Woche später fand ich ein totes Weibchen. Damit war die Aggressionstheorie gestorben. Ich dachte nun, die Tiere müssten krank sein und suchte nach Symptomen: Die Augen waren klar, die Haut schadlos, es gab keine Flossenverletzungen und der Ernährungszustand war ausgezeichnet. Kurz und gut: Das Tier war wohl kaum durch Krankheit gestorben. Mein nächster Gedanke war, dass das Wasser nicht einwandfrei sei. Ich wechselte nun 2-3 mal pro Woche 80% Wasser und entfernte wöchentlich den Mulm. Ein weiteres Männchen starb, dann ein Weibchen. Beide waren sehr prächtig gefärbt und vollkommen unversehrt; nur leider tot.

Schließlich kam die vermeintliche Wende: Die drei verbliebenen Weibchen bekamen Nachwuchs. Ich zählte (zusammen mit den sechs Alttieren) 31 Individuen und glaubte, es geschafft zu haben. 12 Tiere kamen in ein 30-Liter Aufzuchtbecken, der Rest blieb bei den Alttieren, die den Nachwuchs überhaupt nicht beachteten. Fünf Tage später war wieder ein Männchen tot. Ich grübelte und glaubte, eine mögliche Ursache für das seltsame Sterben gefunden zu haben. Da ich die toten Tiere immer nur morgens fand, vermutete ich (obwohl ich einen Rieselfilter benutzte) zu wenig Sauerstoff im Aquarium. Also habe ich sofort den Sauerstoffgehalt gemessen. Dieser war mit 6-8 mg/l bei 20 °C unmittelbar am Morgen im Sättigungsbereich.

Wiederum war eine Theorie widerlegt und eine Woche später wiederum ein Fisch tot. Ich gab mich geschlagen und hoffte, dass wenigstens den Nachwuchs überlebt. Nach drei weiteren Wochen (das letzte Alttier war gestorben) setzte ich die Jungtiere zusammen. Nun fand ich einige Tage später den ersten toten Jungfisch, und kurz darauf den nächsten.
Voller Panik durchwühlte ich das Becken und fischte alles ab, was ich an Allotocas finden konnte. Es waren leider nur 5 Stück! Ich war entsetzt!
Durch die dichte Bepflanzung war mir deren erschreckender Bestandsrückgang verborgen geblieben. Ich setzte die Überlebenden zu gleichaltrigen Characodon audax und in das leergewordene Becken eine Gruppe Xenotoca variata. Kein einziger Xenotoca starb in dem Becken; aber auch keiner der Allotocas in dem anderen Aquarium. Durch den Beckenwechsel schaffte ich es irgendwie, das Allotoca-Sterben zu beenden.
 

Selbst das Verhalten der Allotoca´s änderte sich schlagartig:
Die früher extrem schreckhaften Tiere waren plötzlich aufgeweckte, muntere Pfleglinge. Ähnliches passierte auch G. ELLENBERG, der Guppy-Weibchen zu seinen Tieren setzte (pers. Mitteilung).

Natürlich war ich heilfroh, dass das Sterben der Tiere zu Ende war. Ich dachte aber auch weiterhin über dessen mögliche Ursachen nach. Heute glaube ich, dass die Ursache in einer Form von Stress zu finden sein wird. Ich dachte auch daran, dass vielleicht die Arthaltung ein Problem ist. Immerhin hatte ich mit den Tieren in Gemeinschaft mit anderen Fischen nie Probleme. Aber H. STEFAN hält seine Tiere ebenfalls im Artbecken, und pflegt die Art bereits seit 15 (!) Jahren ohne Probleme.

Mein Aquarium steht unmittelbar auf dem Fußboden. Ich denke, dass nachts vorbeigehende Personen die Allotoca´s regelrecht zu Tode erschreckt haben. Andererseits habe ich bei den anderen Arten auf Bodenniveau (Xenotoca variata, Characodon lateralis und Zoogoneticus tequila) keinerlei Probleme. Ist Allotoca dugesii so extrem stressanfällig?
Wahrscheinlich werde ich aber auf die Probleme, vor die mich die Art gestellt hat, nicht so schnell Lösungen finden.

Vor kurzem ist bei H. STEFAN der komplette Bestand an Allotoca dugesii über Nacht gestorben. Auf meine Frage, warum das passiert sei, sagte er nur, er wisse es nicht.

Ich glaube, er ist nicht der einzige, der auf viele Fragen keine Antwort findet.

 

120-Allotoca dugesii 02
Entnommen: Aqualog Verlag
Titel: alle Lebendgebärenden,
Foto von: E. Pürzl.
Fundort: Michoacán, Jalisco, Guanajuato, Aguascalientes, Mexiko.
Wildform, Weibchen, 4 cm.

 

 

119-Allotoca dugesii 01
Entnommen: Aqualog Verlag
Titel: alle Lebendgebärenden,
Foto von: E. Pürzl.
Fundort: Michoacán, Jalisco, Guanajuato, Aguascalientes, Mexiko.
Wildform, Weibchen, 6,5 cm

 

 

121-Allotoca dugesii El Molino Dost 03
Allotoca dugesii
Fundort: Rancho El Molino
Foto: Uwe Dost

 

 

124-Allotoca dugesii Weibchen El Molino Dost 06
Allotoca dugesii, Weibchen
Fundort: Rancho El Molino
Foto: Uwe Dost

 

 

122-Allotoca dugesii Männchen Patzcuarosee Zufluss Dost 04
Allotoca dugesii, Männchen
Fundort: Patzcuarosee Zufluss,
Foto: Uwe Dost

 

 

123-Allotoca dugesii Weibchen bei Patzcuaro Dost 05
Allotoca dugesii, Weibchen,
Fundort: bei Patzcuaro
Foto: Uwe Dost

 

 

 

Fundort:
Patzcuaro (in der näheren Umgebung), Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
07.12.1998, 15.25 Uhr

Lage des Fundortes:
Restteiche entlang der Strasse von Patzcuaro noch Quiroga, ungefähr 500 m von der Gabelung mit der Zufahrtsstrasse zur Schnellstrasse von Uruapan nach Morelia.

Biotopbeschreibung:
Restteiche, ungefähr 20 m lang und 2-3 m breit. Vollkommen zugewachsen mit Wasserpflanzen und Gräsern. Das Wasser ist zwischen 5 und 20 cm tief. Das Wasser ist trübe und hat eine bräunliche Färbung. Durch freilaufendes Vieh ist es zudem stark belastet. Der Bodengrund besteht aus fettem Lehm und abgefallenen Baumblättern. Im Wasser treibt Hausmüll.

Umgebungsbeschreibung:
In der Umgebung stehen einige Wohnhäuser. Der Fundort befindet sich am Rande der Ortschaft Patzcuaro.

Besonderheiten:
Verschiedene Exemplare von untersuchten Fischen hatten Verstümmelungen am Körper und auch Geschwüre waren vorhanden. Vermutlich ist das Wasser in diesem Biotop stark verunreinigt. Das Wasser in diesem Fundort kommt aus der Quelle bei Rancho El Molino.

Lufttemperatur:
20,7 °C

Wassertemperatur:
16,2 °C

Wasserwerte:
PH: 6,6
KH: 3° dH
GH/TH: 7° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

Fundort:
Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
14.12.1998, 14.25 Uhr

Lage des Fundortes:
Quelle bei der verfallenen Wassermühle Rancho El Molino in dem kleinen Dorf San Rafael de Chapultepec, in der Nähe von Patzcuaro. Der Zugangsweg, dem entlang der verschiedenen Quellen gefolgt werden muss, ist tatsächlich etwa 1 km kürzer. Aber dieses ist die schwieriger Möglichkeit, den Fundort zu finden. Einfacher ist es, von Patzcuaro aus Richtung Quiroga zu fahren. Nach ungefähr 7 km befindet sich in der Nähe des kleinen Dorfes San Rafael de Chapultepec eine Abzweigung nach rechts. Dieser Sandweg führt entlang von landwirtschaftlichen Feldern und wüstem Gelände nach etwa 6,5 km zu der Quelle.

Biotopbeschreibung:
In einem runden Teich entspringt die Quelle, die durch ein verzweigtes System von Bächen letztlich zum Patzcuaro-See führt. Am Fundort in der Nähe der Quelle fließt ein schmaler, flacher kleiner Bach durch Weideland zu der verfallenen Wassermühle. Dieser kleine Bach fließt schlängelnd auf den Sandweg zu, der durch die Weide führt. Die Wassertiefe beträgt 10-20 cm, das Wasser ist klar. Der Bodengrund besteht aus Schlamm und Steinen. An einigen Stellen gibt es schnelle Strömungen. Es sind verschiedene Wasserpflanzen vorhanden, wobei Wasserhyazinthen im Laufe der Zeit das ganze Biotop überwuchern werden. Der Schaden, der hieraus folgen kann, ist die große Belastung der (Fisch-) Fauna. Möglicherweise wird die Belastung sogar zu hoch werden.

Umgebungsbeschreibung:
Diese Quelle entspringt in dem langgestreckten kleinen Dorf San Rafael de Chapultepec. Vereinzelt gibt es Häuser. In der Nähe des Brunnens befindet sich ein Waschplatz, wo die ansässigen Frauen große Mengen Wäsche verarbeiten, mit einer enorm großen Menge Waschmittel. Die Wassermühle, die schon lange nicht mehr genutzt wird, liegt ungefähr 100 Meter tiefer im Tal. Die Umgebung ist hügelig und liegt oberhalb des Tales, in dem Patzcuaro liegt.

Besonderheiten:
Dieses empfindliche Biotop steht stark unter Druck durch die übermäßige Belastung des Wassers. Mehrere untersuchte Fische waren mit Parasiten infiziert.

Lufttemperatur:
24,1 °C, am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.

Wassertemperatur:
18,1 °C, am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.

Wasserwerte:
PH: 6,8 (am 14.12.1998, um 14.25 Uhr).
KH: 2° dH (am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.)
GH/TH: 6° dH (am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.)
Nitratgehalt: 4 mg/l (ppm) (am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) (am 14.12.1998, um 14.25 Uhr.)

 

 

768-Patzcuaro-See
Patzcuaro-See, Michoacán, Mexiko

 

 

767-Patzcuaro-See
Patzcuaro-See, Michoacán, Mexiko

 

 

Fundort:
Patzcuaro (in der näheren Umgebung), Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
15.12.1999, 10.50Uhr

Lage des Fundortes:
Resttümpel entlang des Weges von Patzcuaro nach Quiroga, etwa 500 Meter nach dem Abzweig des Zufahrtweges, in der Nähe der Schnellstraße von Uruapan nach Morelia.

Biotopbeschreibung:
Resttümpel, ungefähr 20 Meter lang und 2-3 Meter breit. Völlig zugewachsen mit Wasserpflanzen und Gräsern. Das Wasser ist zwischen 5 und 60 cm tief. Das Wasser ist trüb, hat eine braune Färbung und weist eine hohe Zerstörung (und Belastung) durch durchlaufendes Vieh auf. Der Grund besteht aus fetter Kleie und abgefallenen Baumblättern. Im Wasser treibt Hausmüll.

Umgebungsbeschreibung:
In der Umgebung stehen etliche Wohnhäuser. Der Fundort befindet sich am Rande der Bebauung von Patzcuaro.

Besonderheiten:
Das Wasser in diesem Biotop entstammt dem Brunnen bei Rancho El Molino. Dieses Biotop sieht im Vergleich zu 1998 besser aus (keine verkrüppelten oder kranken Tiere, weniger Müll im Wasser). Auch von einer größeren Austrocknung dieses Biotops im Vergleich zum vorigen Jahr kann keine Rede sein.

Lufttemperatur:
18,9 °C, am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.

Wassertemperatur:
10,2 °C, am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.

Wasserwerte:
PH: 6,5 am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.
KH: 4,5° dH am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.
GH/TH: 4° dH am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) am 15.12.1999, um 10.50 Uhr.

 

 

769-Patzcuaro-See
Patzcuaro-See, Michoacán, Mexiko

 

 

770-Patzcuaro-See
Patzcuaro-See, Michoacán, Mexiko

 

 

Fundort:
Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
15.12.1999, 14.00Uhr

Lage des Fundortes:
Quelle bei der gleichnamigen (verfallenen) Wassermühle in dem Dorf San Rafael de Chapultepec, in der Nähe von Patzcuaro.

Einfacher ist es, von Patzcuaro aus Richtung Quirogo zu fahren. Nach ungefähr 7 Kilometer kommt ein Abzweig nach rechts zum Dorf San Rafael de Chapultepec. Dieser Sandweg führt entlang der Felder und Wüstenfläche in die Nähe des Brunnens, in 6,5 Kilometer. Von der anderen Seite ist es - wie geschildert - auch möglich, aber schwieriger zu finden.

Biotopbeschreibung:
In einem runden Teich entspringt ein Brunnen, der durch ein verzweigtes System von Bächen schließlich zum Patzcuaro-See führt. An dem Fundort in der Nähe des Brunnens fließt ein kleiner, flacher und schmaler Bach durch ein Weideland in der Nähe der verfallenen Wassermühle. Die Wassertiefe beträgt 10-20 cm, das Wasser ist hell. Der Bodengrund besteht aus Schlamm und Steinen. Vereinzelt gibt es schnelle Strömungen. Verschiedene Wasserpflanzen sind vorhanden, wobei Wasserhyazinthen das ganze Biotop überwuchern können. Die Folge davon kann eine große Belastung für die (Fisch-) Fauna sein; möglicherweise eine zu hohe Belastung.

Umgebungsbeschreibung:
Dieser Brunnen entspringt in dem lang gestreckten Dorf San Rafael de Chapultepec. Vereinzelt gibt es Häuser. In der Nähe des Brunnens befindet sich ein Waschplatz, wo die ansässigen Frauen große Mengen Wäsche verarbeiten, mit einer enorm großen Menge Waschmittel. Die Wassermühle, die schon lange nicht mehr genutzt wird, liegt ungefähr 100 Meter tiefer im Tal. Die Umgebung ist hügelig .

Besonderheiten:
Im Vergleich zu 1998 ist der Wasserstand deutlich niedriger. Der Eindruck von dem gesamten Biotop gibt noch keinen Anlass zur Sorge. Dieses empfindliche Biotop steht stark unter Druck durch die übermäßige Belastung des Wassers. Bei den Fischen wurde eine teilweise Infizierung mit Parasiten beobachtet.

Lufttemperatur:
23,6 °C, am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.

Wassertemperatur:
18,0 °C, am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.

Wasserwerte:
PH: 7,2 am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.
KH: 4,5° dH am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.
GH/TH: 5° dH am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm) am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm) am 15.12.1999, um 14.00 Uhr.

 

 

706-14 Rancho_El_Molino
Allotoca dugesii
Fundort: Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

 

 

724-Bild_14_Ort_Colonia_Guadalupe
Allotoca dugesii
Fundort: Colonia Guadalupe

 

 

Die Literatur wurde zusammengestellt von
508-Kees de Jong

Allotoca dugesii (Bean, 1887)

T. H. Bean (1887): Description of five new species of fishes sent by prof A. Dugés from the province of Guanajuato, Mexico. Proceedings US Nat. Museum (10): 370-375

B. & R. Clarke (1994): Allotoca dugesi: the golden bumblebee Goodeid. Livebearers (78): 6-6

F. De Buen (1940): Sobre una colleccion de peces de los lagos de Patzcuaro y Quitzeo. Ciencia (1): 306-308

I. Dibble (1999): Hobbyist Aqua Lab Conservation Group "Mexico" Dagboek over de voortgang Deel 1. Poecilia Nieuws (5): 105-110

I. Dibble (2000): Fish Ark Project - Mexico. Viviparous (48): 5-10

O. Domínguez-Domínguez, S. Nandini & S.S. Sarma (2002): Larval feeding behaviour of the endangered fish golden bubble goodeid, Allotoca dugesi, implications for conservation of an endangered species. Fisheries Management and H. Hieronimus (1990): Zu einigen Fragen der Erstbeschreiber im Buch "Lebendgebärende Zierfische" von Meyer, Wischnath & Förster. DGLZ-Rundschau (3): 21-22

I. Hilton (0): Allotoca dugesii. Livebearer News (17): 10-13

C.L. Hubbs (1926): Studies of the fishes of the order Cyprinodontes VI. Material for a revision of the American Genera and Species. Miscellaneaous Publications University of Michigan (16): 1-86

K. de Jong (1998): Verzorging en kweek van Allotoca maculata. Poecilia Nieuws (6): 106-109

K. de Jong (2009): Allotoca dugesii (Bean, 1887). Poecilia Nieuws (5): 6-12

B. Kabbes (1999): Vangreis van Brian en Simone Kabbes, Mexico 1998 Conclusies en bevindingen Familie Goodeidae. Poecilia Nieuws (2): 22-35

M. Köck (2003): Allotoca dugesii. Das Lebendgebärenden Magazin (1): 18-20

D. Lambert (0): The livebearer trail part 2. Viviparous (17): 0-

D. Lambert (0): Allotoca dugesi. Viviparous (3): 0-

D. Lambert (1989): Aztec gold. Livebearers (107): 7-9

D. Lambert (1989): Mexico '87. Livebearers (104): 7-9

D. Lambert (1990): Mexico - the livebearer trail part 2. Aquarist & Pondkeeper (April): 34-

D. Lambert (1991): Mexico's threatened livebearers. Livebearers (116): 21-27

D. Lambert (1993): Allotoca dugesi. Livebearers (129): 14-14

D. Lambert (1994): Introducing goodeids. Livebearers (133): 13-21

D. Lambert (1998): the livebearer world. Tropical Fish Hobbyist (February): 168-170

D. Lambert (2004): Mexico '87. Livebearers (183): 16-18

S.E. Meek (1904): The fresh water fishes of Mexico north of the Isthmus of Tehuantepec. Field Columbian Museum - Zoology (5): 1-252

J. de Moree (2001): De Allotoca's. Poecilia Nieuws (1): 9-12

A.C. Radda (1986): De Goodeidae van Mexico; deel II. TI'H (44): 11-14

A.C. Radda (1986): Cyprinodonte vissen in Mexico 3. Poecilia Nieuws (2): 40-43

J. Robinson (1993): Allotoca dugesi. Livebearers (131): 7-7

M.L. Smith & R.R. Miller (1980): Allotoca maculata, a new species of goodeid fish from Western Mexico, with comments on Allotoca dugesi. Copeia (3): 408-417

B. Snook (1985): Goodeids. Livebearers (83): 6-8

E. Soto-Galera et al (1998): Fish as indicators of environmental quality in the Río Lerma Basin, México. Aquatic Ecosystem Health and Management (1): 267-276

E. Soto-Galera et al (1999): Change in fish fauna as indication of aquatic ecosystem condition in Río Grande de Morelia - Lago de Cuitzeo Basin, Mexico. Environmental Management (1): 133-140

A.T. Tveteraas (0): Collecting goodeids in the area near Morelia, Mexico. Viviparous (23): 0-