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Skiffia lermae

MEEK, 1902

Skiffia variegata MEEK, 1902
Goodea lermae REGAN, 1907

Deutsche Bezeichnung:
Lerma - Kärpfling

Familie:
Goodeidae JORDAN, 1923.

Unterfamilie:
Goodeinae JORDAN, 1923.

Erstbeschreibung:
MEEK, S. E. (1902): A Contribution to the Ichthyology of Mexiko.
Field Col. Mus. Publ., 3 (6), pp. 63-128.

Herkunft des Artnamens:
lermae = nach dem Verbreitungsgebiet, dem Rio-Lermae-Becken, benannt.

Typusfundort:
Lago de Patzcuaro, bei der Ortschaft Patzcuaro, Michoacán, Mexiko.

Meristische Angaben:
Dorsale = 31 Flossenstrahlen,
Anale = 12 Flossenstrahlen,
Pectorale = 16 Flossenstrahlen,
Ventrale 6 Flossenstrahlen.

Die Haltung von Skiffia lermae ist nicht schwierig. Die Beckengröße sollte ab 80 Liter Inhalt betragen, wobei mindestens 2 Liter Wasser pro Tier angestrebt werden sollten. An die Wasserwerte werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Das Wasser sollte hart sein und der ph-Wert zwischen 7 und 9 liegen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 19 °C und 24 °C liegen. Schwankende Tages- und Nacht- Temperaturen (vor allem auch im jahreszeitlichen Rhythmus) kommt Skiffia lermae entgegen und ist für eine dauerhafte Gesunderhaltung wichtig.

Ebenso sollte ein regelmäßiger Wasserwechsel erfolgen. Da diese Art etwas zurückgezogen lebt, sollte ausreichender Pflanzenbewuchs, Steinaufbauten und Wurzelholz nicht fehlen.

In der Ernährung ist Skiffia lermae anspruchslos, d.h. Flocken-, Frost- und Lebendfutter aller Art wird angenommen, wobei ein reichhaltiger pflanzlicher Anteil wichtig ist. Daher sollte überbrühter Blattspinat als Ergänzungsfutter gereicht werden. Ebenso sollten Algen im Aquarium vorhanden sein, die ein zusätzliches Futter darstellen.

Die Zucht ist nicht so leicht, wie bei anderen Arten und wird nur bei guten Haltungsbedingungen zum Erfolg führen. Die Anzahl der Jungen pro Wurf ist gering. Die Größe der Jungen bei der Geburt liegt zwischen 8 und 12 mm. Die Alttiere stellen den Jungen nur wenig nach.

BRIAN KABBES konnte in zwei Biotopen, in denen er Skiffia lermae gefunden hatte, jeweils nur eine geringe Populationsdichte feststellen. Er war nicht zu klären, ob diese Art durch die im gleichen Biotop lebenden anderen Fischgattungen unterdrückt wird und nicht mit ihnen konkurrieren kann, oder ob der fortschreitende Wasserrückgang (und damit die Biotopverkleinerung) eine Rolle spielt. Bei den anderen Fischgattungen konnten Tiere aller Altersstufen entdeckt werden, während bei Skiffia lermae nur ausgewachsene Tiere vorhanden waren.

Die Varietät der Tiere untereinander war nur gering. Alle Tiere waren - im Gegensatz zu anderen Populationen - nur gering marmoriert.

In beiden besuchten Biotopen steht Skiffia lermae stark unter Druck und ist sehr wahrscheinlich, daß sie als erste Art verschwinden wird. Vor allem beim Fundort Rancho El Molino ist die Wasserbelastung durch den täglichen Gebrauch von großen Mengen Waschmitteln sehr hoch.

 

317-Skiffia lermae 02
Entnommen: MOHSEN (1961b)
Afterflosse Skiffia lermae Weibchen.
H = Haemaldornen

 

 

318-Skiffia lermae 03
Entnommen: MOHSEN (1961b)
Afterflosse mit Andropodium Skiffia lermae Männchen.
H = Haemaldornen

 

 

316-Skiffia lermae 01
Entnommen: Aqualog Verlag
Titel: Alle Lebendgebärenden,
Foto von: Manfred K. Meyer.
Fundort: Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko, Wildform, Männchen, 6 cm.

 

 

398-Skiffia_lermae_04_El_Molino_Dost
Skiffia lermae
Fundort: Rancho El Molino
Foto: Uwe Dost

 

 

171-Skiffia_sp_lermae_01_Zacapusee_Dost
Skiffia spec. (lermae ?)
Fundort: Zacapu-See
Foto: Uwe Dost

 

Skiffia sp. lermae 02 Zacapusee Dost
Skiffia spec. (lermae ?)
Fundort: Zacapu-See
Foto: Uwe Dost

 

 

 

Fundort:
Patzcuaro (in der näheren Umgebung), Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
07.12.1998, 15.25 Uhr

Lage des Fundortes:
Restteiche entlang der Strasse von Patzcuaro noch Quiroga, ungefähr 500 m von der Gabelung mit der Zufahrtsstrasse zur Schnellstrasse von Uruapan nach Morelia.

Biotopbeschreibung:
Restteiche, ungefähr 20 m lang und 2-3 m breit. Vollkommen zugewachsen mit Wasserpflanzen und Gräsern. Das Wasser ist zwischen 5 und 20 cm tief. Das Wasser ist trübe und hat eine bräunliche Färbung. Durch freilaufendes Vieh ist es zudem stark belastet. Der Bodengrund besteht aus fettem Lehm und abgefallenen Baumblättern. Im Wasser treibt Hausmüll.

Umgebungsbeschreibung:
In der Umgebung stehen einige Wohnhäuser. Der Fundort befindet sich am Rande der Ortschaft Patzcuaro.

Besonderheiten:
Verschiedene Exemplare von untersuchten Fischen hatten Verstümmelungen am Körper und auch Geschwüre waren vorhanden. Vermutlich ist das Wasser in diesem Biotop stark verunreinigt. Das Wasser in diesem Fundort kommt aus der Quelle bei Rancho El Molino.

Lufttemperatur:
20,7 °C

Wassertemperatur:
16,2 °C

Wasserwerte:
PH: 6,6
KH: 3° dH
GH/TH: 7° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

 

 

Fundort:
Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
14.12.1998, 14.25 Uhr

Lage des Fundortes:
Quelle bei der verfallenen Wassermühle Rancho El Molino in dem kleinen Dorf San Rafael de Chapultepec, in der Nähe von Patzcuaro. Der Zugangsweg, dem entlang der verschiedenen Quellen gefolgt werden muss, ist tatsächlich etwa 1 km kürzer. Aber dieses ist die schwieriger Möglichkeit, den Fundort zu finden. Einfacher ist es, von Patzcuaro aus Richtung Quiroga zu fahren. Nach ungefähr 7 km befindet sich in der Nähe des kleinen Dorfes San Rafael de Chapultepec eine Abzweigung nach rechts. Dieser Sandweg führt entlang von landwirtschaftlichen Feldern und wüstem Gelände nach etwa 6,5 km zu der Quelle.

Biotopbeschreibung:
In einem runden Teich entspringt die Quelle, die durch ein verzweigtes System von Bächen letztlich zum Patzcuaro-See führt. Am Fundort in der Nähe der Quelle fließt ein schmaler, flacher kleiner Bach durch Weideland zu der verfallenen Wassermühle. Dieser kleine Bach fließt schlängelnd auf den Sandweg zu, der durch die Weide führt. Die Wassertiefe beträgt 10-20 cm, das Wasser ist klar. Der Bodengrund besteht aus Schlamm und Steinen. An einigen Stellen gibt es schnelle Strömungen. Es sind verschiedene Wasserpflanzen vorhanden, wobei Wasserhyazinthen im Laufe der Zeit das ganze Biotop überwuchern werden. Der Schaden, der hieraus folgen kann, ist die große Belastung der (Fisch-) Fauna. Möglicherweise wird die Belastung sogar zu hoch werden.

Umgebungsbeschreibung:
Diese Quelle entspringt in dem langgestreckten kleinen Dorf San Rafael de Chapultepec. Vereinzelt gibt es Häuser. In der Nähe des Brunnens befindet sich ein Waschplatz, wo die ansässigen Frauen große Mengen Wäsche verarbeiten, mit einer enorm großen Menge Waschmittel. Die Wassermühle, die schon lange nicht mehr genutzt wird, liegt ungefähr 100 Meter tiefer im Tal. Die Umgebung ist hügelig und liegt oberhalb des Tales, in dem Patzcuaro liegt.

Besonderheiten:
Dieses empfindliche Biotop steht stark unter Druck durch die übermäßige Belastung des Wassers. Mehrere untersuchte Fische waren mit Parasiten infiziert.

Lufttemperatur:
24,1 °C

Wassertemperatur:
18,1 °C

Wasserwerte:
PH: 6,8
KH: 2° dH
GH/TH: 6° dH
Nitratgehalt: 4 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

 

 

Fundort:
Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

Beschreibung:
BRIAN KABBES

Datum / Uhrzeit:
15.12.1999, 14.00Uhr

Lage des Fundortes:
Quelle bei der gleichnamigen (verfallenen) Wassermühle in dem Dorf San Rafael de Chapultepec, in der Nähe von Patzcuaro.
Einfacher ist es, von Patzcuaro aus Richtung Quirogo zu fahren. Nach ungefähr 7 Kilometer kommt ein Abzweig nach rechts zum Dorf San Rafael de Chapultepec. Dieser Sandweg führt entlang der Felder und Wüstenfläche in die Nähe des Brunnens, in 6,5 Kilometer. Von der anderen Seite ist es - wie geschildert - auch möglich, aber schwieriger zu finden.

Biotopbeschreibung:
In einem runden Teich entspringt eine Quelle, die durch ein verzweigtes System von Bächen schließlich zum Patzcuaro-See führt. An dem Fundort in der Nähe der Quelle fließt ein kleiner, flacher und schmaler Bach durch ein Weideland in der Nähe der verfallenen Wassermühle. Die Wassertiefe beträgt 10-20 cm, das Wasser ist klar. Der Bodengrund besteht aus Schlamm und Steinen. Vereinzelt gibt es schnelle Strömungen. Verschiedene Wasserpflanzen sind vorhanden, wobei Wasserhyazinten das ganze Biotop überwuchern können. Die Folge davon kann eine große Belastung für die (Fisch-) Fauna sein; möglicherweise eine zu hohe Belastung.

Umgebungsbeschreibung:
Diese Quelle entspringt in dem langgestreckten Dorf San Rafael de Chapultepec. Vereinzelt gibt es Häuser. In der Nähe der Quelle befindet sich ein Waschplatz, wo die ansässigen Frauen große Mengen Wäsche verarbeiten, mit einer enorm großen Menge Waschmittel. Die Wassermühle, die schon lange nicht mehr genutzt wird, liegt ungefähr 100 Meter tiefer im Tal. Die Umgebung ist hügelig .

Besonderheiten:
Im Vergleich zu 1998 ist der Wasserstand deutlich niedriger. Der Eindruck von dem gesamten Biotop gibt noch keinen Anlass zur Sorge. Dieses empfindliche Biotop steht stark unter Druck durch die übermäßige Belastung des Wassers. Bei den Fischen wurde eine teilweise Infizierung mit Parasiten beobachtet.

Lufttemperatur:
23,6 °C

Wassertemperatur:
18,0 °C

Wasserwerte:
PH: 7,2
KH: 4,5° dH
GH/TH: 5° dH
Nitratgehalt: 0 mg/l (ppm)
Nitritgehalt: 0 mg/l (ppm)

 

708-15 Rancho_El_Molino
Skiffia lermae
Fundort: Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

 

 

706-14 Rancho_El_Molino
Skiffia lermae
Fundort: Rancho El Molino, Michoacán, Mexiko

 

 

Die Literatur wurde zusammengestellt von
508-Kees de Jong

 

Skiffia lermae (Meek, 1902)

H.  Hieronimus (1992) : Skiffia multipunctata, ein Anfängerfisch?. DGLZ-Rundschau  (3): 52-54

C.L.  Hubbs (1924) : Studies of the fishes of the order Cyprinodontes V. Notes on species of Goodea and Skiffia. Occasional papers of the museum of zoology University of Michigan  (148): 1-8

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D. Lambert (1990) : Mexico - the livebearer trail part 2. Aquarist & Pondkeeper  (April): 34-

D. Lambert (1991) : Het geslacht Skiffia. Poecilia Nieuws  (4): 65-70

D. Lambert (1991) : Mexico's threatened livebearers. Livebearers  (116): 21-27

J.K.  Langhammer (1982) : The lost treasure of the Aztecs Part II - The elfin and sawfin Goodeids. Livebearers (65): 3-5

S.E.  Meek (1902) : A contribution to the ichthyology of Mexico. Field Columbian Museum - Zoology  (6): 63-1128

G. Mendoza (1965) : Sexual dimorphism in the dorsal fins of Ollentodon and Skiffia, Mexican Goodeid Teleosts. Iowa Academy of Science  (72): 469-477

R.R.  Miller (1976) : An evalution of Seth E. Meek's contributions to Mexican Ichthyology. Fieldiana Zoology (1): 1-31

J. de Moree (1999) : De Skiffia's. Poecilia Nieuws  (5): 102-105

A.C.  Radda (1986) : Cyprinodonte vissen in Mexico (slot). Poecilia Nieuws  (4): 54-57

E. Soto-Galera et al (1998) : Fish as indicators of environmental quality in the Río Lerma Basin, México. Aquatic Ecosystem Health and Management  (1): 267-276

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A.T.  Tveteraas (0) : Collecting goodeids in the area near Morelia, Mexico. Viviparous  (23): 0-

 

lermae, Skiffia Meek 1902: 102, Pl. 25 upper & middle [Field Columbian Mus. Zool. Ser. v. 3 (no. 6); ref. 2957]. Patzcuaro Lake at Parzvuaro, R. Lerma system, Michoacan, Mexico. Holotype: FMNH 3616. Paratypes: FMNH 3622-24 (0, 88, 29), 14461 (1), 72589 (17); SU 22342 (18), 68747 [ex SU 22342] (2, c&s); UMMZ 65230 [ex IU 11068] (4); ?USNM 55860 (22). Type catalog: Ibarra & Stewart 1987:80 [ref. 12367]. Valid as Skiffia lermae Meek 1902 -- (Espinosa Pérez et al. 1993:43 [ref. 22290]). Skiffia lermae Meek 1902, Goodeidae: Goodeinae. Habitat: freshwater.