Die Hochland- oder Zwischenkärpflinge / Goodeidae

So kamen die Goodeidae zu ihrem Namen

Goodeiden, Fisch, Aquarium, Aquaristik, Naturschutz, tierfreundeEs war der Ichthyologe  George Brown Goode, der diesen Fischen und seiner Familie den Namen verlieh. Goodeidae sind Süßwasserfische, die zur Ordnung der Zahnkärpflinge zählen. Der kleine Fisch kommt in diversen Züchtungen vor und natürlich in den Aquarien der Welt. Er zählt zu einem beliebten Fisch für viele Aquarianer. Ein grund also mehr, diesem Winzling eine eigene Seite zu widmen. Ursprünglich stammen die Fische aus Mexiko und sind im Hochland von Nevada zu finden.  Sowohl Flüße als auch Tümpel werden von ihnen besiedelt. Trockenzeiten mit wenig Wasser, überstehen die kleinen Fische mühelos. Zu Regenzeiten profitieren die Goodeidae von stark reißenden Flüssen und kommen auch mit der Strömung gut zu recht. Robust und bunt, schwimmen sie jedoch auch gerne im Aquarium umher.

Über 55 Arten sind bislang bekannt

Die Goodeidae spalten sich in zwei Unterfamilien. Insgesamt existieren 55 bislang bekannte Arten. Oft wird zwar behauptet, dass die Kärpflinge zu einer eher unbeliebten Art in der Aquaristik zählen, doch zahlreiche Aquarien-Fans belegen das Gegenteil. Argumentiert wird oft mit der farblosigkeit, doch bei näherer Betrachtung können die Fische ein breites Spektrum an Mustern und Farben aufweisen. Zugegeben, exotische Süßwasserfische aus den Tropen können mit knalligen Farben punkten, doch auch die Goodeidae bieten interessante Strukturen, die in jedem Aquarium für Aufsehen sorgen. Dabei benötigen die Fische allerdings kühle Temperaturen. Eine Herausforderung für Unerfahrene. Mit etwas Geduld und Übung lassen sich die Fische jedoch problemlos halten und erfreuen sich auch mit wenig Pflanzen und Steinen.

Naturschutz in der Aquaristik

Was macht die Goodeidae eigentlich so besonders? Ist es die Artenvielfalt oder die eher sanfte Farbgebung? Fest steht zumindest, dass die Art in ihrer Existenz bedroht ist. Daher ist es erfreulich, wenn Aquaristik-Freunden die Nachzucht gelingt. Auch in manchen Zoos lassen sich die Fische inzwischen wiederfinden, selbst wenn diese aufgrund ihrer geringen Größe nicht zu den klassischen Publikumsmagneten zielen. Vielleicht gerade deshalb, sind die Goodeidae einen besonderen Blick wert. Für alle die gerne etwas besonderes möchten und sich einer kleinen Herausforderung in der Aquaristik stellen, sind die Fische nicht mehr wegzudenken. Ihre Seltenheit hat dazu beigetragen, das zwei Arten nahezu ausgestorben sind.

In der freien Natur sind Ameca splendens und Skiffia francesae nicht mehr zu finden. Lediglich im Aquarium freuen sich diese Fische nachwievor über ein behütetes Heim. Echte Naturschützer sollten sich daher also überlegen, ob diesen Fischen nicht eine Chance gegeben sollte. Aquarianer werden daher dazu beitragen, den Fortbestand dieser seltenen Spezies zu erhalten.

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